Wenn Ärzte nicht mehr weiter wissen
Es muss mir schon sehr schlimm gehen, wenn ich einen Arzt aufsuche. Im September 2015 musste ich das leider tun. Erst hatte ich andauernd das Gefühl, dass mein Herz stolperte. Das war zwar unschön aber noch kein Grund für mich, mich auf lange Wartezeiten bei einem Arzt einzulassen. Ich schob es letztenendes auf meine Mangelernährung.
Als jedoch mein linker Unterarm extrem zu stechen anfing, bin ich dann doch mal zum Arzt gegangen. Vom Herz meinte er, konnte das nicht kommen. Sonst wäre das der Oberarm gewesen. Er verschrieb mir Schmerztabletten und schickte mich nach Hause. Etwas nervös wurde ich, als zwei Wochen später die Halsschlagader zu stechen anfing. Es war so extrem, dass ich meinen Kopf auf die Schulter presste. Xxx ist mit mir wieder zum Arzt gegangen. Die Ärztin tastete meinen Hals ab und sagte, dass alles in Ordnung sei. Kurz zuvor ließ ich ein Blutbild machen und da war glücklicherweise, wie nicht anders zu erwarten, alles im Normbereich. Die Leukozyten lagen im untersten Normalbereich, sogar etwas darunter. Das sei aber kein Grund zur Sorge. Natürlich war ich ganz schön erleichtert, weil alles in bester Ordnung schien. Nur als ich wieder mit Schmerzmitteln nach Hause geschickt worden bin, bekam ich Angst. Ich wollte nicht mein leben lang die Ursache unterdrücken. Und was, wenn der Schmerz weiter an Intensität zunehmen würde? die Ärztin meinte noch, dass meine Schmerzen vielleicht auch für einen Psychotherapeuten wissenswert sein könnten. Xxx und ich haben wirklich um Fassung gerungen. Die Ärztin setzte auch noch eins drauf, weil sie uns meine Befunde nicht anschauen lassen wollte. Ich brauchte diese Befunde für die Heilpraktikerin und auch, weil ich einen anderen Arzt haben wollte. Wir wurden erst einmal ins Wartezimmer geschickt und auf eine halbe Stunde vertröstet. Als diese vorbei war, fragte Xxx nach den Befunden. Man dürfe mir die Befunde nicht aushändigen, erklärte sich die Sprechstundenhilfe. Xxx ging zu Recht auf die Barrikaden und die Ärztin verlangte ihren Dienstausweis. Da Xxx nur eine Assistentin und nicht meine Betreuerin ist, durften wir meine Befunde nicht einsehen. Xxx fragte, ob da wohl Geheimnisse drinstehen würden, die ich nicht wissen sollte. Wir wurden vor die Tür geschickt.
Ich konsumierte hohe Dosen an Schmerzmittel. Irgendwann bekam ich dann auch noch Schwellungen und rote Pusteln.
Xxx brachte mir die Klopftechnik bei, die in diesem Fall angebracht ist. Sie hat ein schlaues Buch mit dieser Thematik. Sie meinte, ich solle mein Leben aufräumen. Wie in jeder anderen Familie auch, gibt es in meinem Familienkreis einiges an Unstimmigkeiten.
So schrieb ich eine Liste, auf der meine Aufgaben aufgelistet wurden. Der große Erfolg blieb jedoch aus. Manche Ereignisse liegen schon viele Jahrzehnte zurück.
Die Heilpraktikerin konnte mir auch nicht Helfen. Sie selbst war davon sehr erschüttert. Meine Werte bei der Bioresonanz waren jedoch alle hervorragend. Sie meinte, dass es vielleicht vom Impfstoff kommen könnte, der mir im März injiziert wurde.
In der Zwischenzeit habe ich ein paar mal einen Bereitschaftsarzt gebraucht. Die Fußsohlen waren gut angeschwollen und das auftreten fühlte sich an wie Messerstiche. Ganze vier Wochen bin ich nicht auf Arbeit gegangen. Diese Sache war auch mit dem stechen im linken Unterarm verbunden. Ein Arzt schrieb mich krank und die Diagnose lautete Sehnenscheidenentzündung. Er verpasste mir eine Gipsschale. Ich berichtete ihm von den Pusteln aber seine Sprechstundenhilfe und er sagten, dass da keine währen. Xxx fotografierte diese schönen Objekte, damit ich keine Simulantin darstellte. Es wurde verhalten gelächelt und gemeint, da haben sie sich halt mal gekratzt. Mir war alles zu viel und ich wollte den Gips dann auch nicht mehr haben. Ich fragte, ob die wohl im Ernst meinen, dass ich mir alles nur einrede. Bei mir würde man das nicht so genau wissen, lautete die Antwort.
Ich war bedient und liess mir den Gips abmachen. Meine Schwester gab mir den Tipp, das ich zu einem Arzt für Naturheilkunde gehen könne. Ich bin auch kurz hin aber ich weiß jetzt gar nicht mehr, wann der Termin zum Vorsprechen war. Den Zettel habe ich zwar noch aber noch nicht nachgeschaut. Die Heilpraktikerin schickte mich dann auch zu einem Arzt nach Nürnberg, der das Selbe praktizierte. Da dieser Termin viel eher stattfinden konnte als bei dem, den mir meine Schwester empfahl, nahm ich die Reise auf mich. Dieser Arzt hat mir Blut abgenommen. Das waren aber ganz andere Röhrchen, nicht die gängigen. Der Verdacht lautete Zeckenbiss
Ich war erleichtert, weil ich jetzt endlich eine Diagnose bekommen hatte. Mein Freund schob aber Panik. Er hat im Internet darüber recherchiert. Ich würde mich schon in Phase zwei befinden, sagte er.
Während ich auf den Termin in der Hautklinik wartete, zeigte mir Xxx das Massieren der Meridiane. Der Punkt, der bei mir wehgetan hat, war der Herzmeridian. Die Salbe von der Heilpraktikerin, die sie mir gegen den Juckreiz gegeben hat, half ganz gut. Aber trotzdem kamen andauernd neue Pusteln dazu. Im Internet suchte ich mir heraus, welche Schüsslersalze dagegen helfen könnten. XXX bestellte sie mir und ich nahm sie ein.
Da ein Termin in der Hautklinik eine monatelange Wartezeit bedeutet hätte, fuhren wir aufs freie Wohl dorthin. Alleine hätte ich das wirklich nicht geschafft. Xxx musste erst mit mir zur Anmeldung. Dort bekamen wir etwas zum Ausfüllen. Das Ausgefüllte brachten wir zurück zur Anmeldung. Wir mussten eine Nummer ziehen und wurden in eine Kabine bestellt, als unsere Nummer aufleuchtete. Uns wurde die Akte in die Hand gedrückt und eine sehr liebe Frau erklärte uns, dass wir jetzt oben auch noch mal eine Nummer ziehen müssten. Oben dürften wir dann zum Doktor Maronna. Das war dann auch so. Der Mann war total lieb. Ich zeigte ihm ein paar Stellen und er sagte, dass das Nesselsucht wäre. Ich erzählte ihm, dass ich nur belächelt worden bin. Man würde das eindeutig erkennen, sagte er mir. Ich sollte bis zu vier Tabletten Cetirizin am Tag nehmen und nach ein paar Wochen wiederkommen. Zwar gäbe es keine Termine mehr aber er wollte nicht, dass dies auch chronisch würde. Falls die Ausschläge dann immer noch da wären, hätte ich die Sache chronisch und man müsste untersuchungstechnisch sehr weit ausholen.
Gesagt getan! Und die Ausschläge sind einige Zeit wirklich zurückgegangen. Von den Schmerzen ganz zu schweigen. Ganz weg ist es nie gegangen aber deutlich besser. Der Bluttest bei dem Arzt in Nürnberg zeigte, dass mein Vitamin B Haushalt zu niedrig war und mich keine Zecke gebissen hatte.
So nahm ich noch ein Vitamin B Komplexpräparat und ging wieder ganz normal auf die Arbeit. Die Schmerzen schob ich einfach auf den Mangel.
Es war Mitte Dezember, als ich von meiner Freundin Doro aus Nürnberg zurückgekommen bin und wieder diese Schmerzen kamen. Ich Schenkte ihnen keine große Aufmerksamkeit und kühlte die Stelle ein bisschen. Auch den Meridian massierte ich. Nach 3 Stunden Schlaf erwachte ich jedoch unsanft. Mein Arm schmerzte so stark, dass ich Schreien hätte können. Die ganzen Schmerzmittel waren aufgebraucht. Also hatte ich gar nichts mehr im Haus. Erst lenkte ich mich mit Online Games ab. Dieser Schmerz benötigte jedoch mehr Aufmerksamkeit als mein Kartenspiel. Ich hielt es nicht mehr aus und rief den ärztlichen Bereitschaftsdienst an. Man schickte mir einen Arzt vorbei. Mein Arm war mittlerweile auch angeschwollen. Der Arzt begutachtete ihn und fragte, ob das meine Katzen gewesen sein könnten. Ich verneinte diese Frage und war außer mir. Letzten Endes gab er mir dann 20 Tropfen Novangil. Ich legte mich dann hin und merkte, dass der Schmerz zwar erträglich, jedoch nicht vorbei war. Auch am darauffolgenden Tag fühlte ich den Schmerz noch gut und der Arm war noch genauso dick wie in der Nacht. Die roten Pusteln bildeten sich auch wieder in rauen Mengen. Ein runder Kreis war um die Schwellung am Arm zu sehen. Meine Chefin wollte, dass ich zum Arzt gehe aber ich lehnte dankend ab. Schließlich war der Termin in der Hautklinik noch in der selben Woche.
Der Termin in der Hautklinik verlief recht zügig. Es wurde wieder ein spezieller Bluttest gemacht. Mittlerweile ist meine Nesselsucht chronisch geworden, sagte der Arzt. Weil schon öfter meine Oberlippe angeschwollen ist, verschrieb er mir drei Notfallmedikamente. Die muss ich immer mit mir führen. Es kann nämlich auch passieren, dass meine Schleimhäute anschwellen. In diesem Fall müsste ich alle drei hintereinander einnehmen. Dabei ist aber die Reihenfolge zu beachten. Das dritte Medikament ist eine Spritze und er zeigte mir, wie diese anzuwenden ist. Sechs Wochen lang soll ich auch eine bestimmte Diät machen, damit eine eventuelle Medikamentenunverträglichkeit ausgeschlossen werden kann. Falls das nicht hilft, müsste ich auf ein sehr teures Medikament umsteigen aber am 5. Februar soll ich nochmal kommen. Zusätzlich muss ich alle Körperregionen bei den verschiedensten Ärzten auf einen Infekt untersuchen lassen, welcher die Nesselsucht verursachen könnte.
Xxx und ich holten dann also die Medikamente. Schnell schrieben wir den Diätplan in Blindenschrift ab. Sie erklärte auch auf der Arbeit meinem Chef, was Sache ist. In der Lebenshilfe muss man Medikamentenzettel ausfüllen. Somit ist der Vorgesetzte auf der sicheren Seite, falls ein Notfall eintreffen sollte. Auch diesen Zettel hat XXX für mich ausgefüllt. Aus meinem Kühlschrank musste sie alles rausnehmen, was ich derzeit nicht essen darf. Weil ich dann auf der Arbeit sein musste und sie zu einem Kunden, konnten wir keine geeigneten Lebensmitteln mehr für mich besorgen.
Eigentlich ist meine Assistenzkraft dafür da, mit mir einzukaufen oder schöne Sachen zu unternehmen. Hätten mich anfangs die Ärzte schon für voll genommen, wäre uns einiges erspart geblieben und auch Zeit für schönere Dinge im Leben.
Jemand gab mir die Nummer vom UPD. Die freundliche Dame am Telefon erklärte mir, dass mir die Ärztin schon allein nach Paragraph 630G BGB zumindest eine Einsicht in meine ärztlichen Befunde gewähren müsste. Alles andere ist strafbar.
Da viel zu viel Stunden von meinem Budget für Arzttermine draufgegangen sind, ist meine Freundin Nicole mit mir zum HNO. Dort ließ ich mich untersuchen um auszuschließen, dass in diesem Bereich ein Infekt köchelt. Es wurden nur minimale Abweichungen gesichtet, die jedoch nicht von Belang sind. Es bleibt nur zu hoffen, dass alle weiteren Untersuchungen das gleiche Ergebnis bringen und mein weiterer Lebensweg zukünftig abwechslungsreicher sein wird. Es gibt wahrlich schöneres, als von Arzt zu Arzt zu rennen.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen